Die Taufe ist eine der wichtigsten Festlichkeiten der christlichen Gemeinde. Durch Sie wird der Täufling in die kirchliche Gemeinde aufgenommen. Was muss bei einer Taufe beachtet werden, wie ist der Ablauf einer Taufe und wann ist der richtige Zeitpunkt dafür? Unsere Tipps helfen Euch bei der Taufplanung.

Taufe – Ja oder Nein?

Im katholischen und evangelischen Glauben ist sie das Zeichen, durch das Gott selbst mit dem Menschen in Verbindung tritt. Christ ist nur, wer getauft wurde. Ob Euer Kind getauft werden soll, liegt ganz bei Euch. Diese Entscheidung wird von den Eltern getroffen.

In der evangelischen Gemeinde ist zu beachten, dass mindestens ein Elternteil ein Mitglied der evangelischen Kirche ist. Nach katholischem Glauben hingegen darf jeder getauft werden, auch wenn die Eltern einer anderen Religion angehören.

Die Taufzeremonie ist das 2. Element im Ablauf einer Taufe
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Wann soll mein Kind getauft werden?

Für den Zeitpunkt der Taufe gibt es keine Vorgaben. Die meisten Eltern lassen ihre Kinder zwischen dem 3. Und 6. Lebensmonat taufen. Natürlich kann die Taufzeremonie auf zu jedem anderen Zeitpunkt durchgeführt werden, selbst im Erwachsenenalter.

Einen passenden Termin für die Taufe zu finden ist nicht leicht. Zunächst muss ein Termin gefunden werden, an dem die ganze Familie Zeit hat. Danach wird eine Location für die Feier benötigt. Meistens geben Mütter die Taufplanung gern an einen externen Dienstleister und an Vernwandte ab, da diese direkt nach der Geburt meist zu erschöpft für die Planung sind. Solltet Ihr noch auf der Suche nach einer traumhafte Location für Eure Taufe sein, schaut gern in unserem Locationverzeichnis nach.

Die Taufpaten

Die Taufpaten übernehmen eine ganz wichtige Rolle an der Seite der Eltern. Taufpaten sollen für die christliche Erziehung des Kindes sorgen und den Täufling bei allen Fragen des Lebens zur Seite stehen. In den Ablauf der Taufe selbst können sich Taufpaten auf ganz unterschiedliche Weise einbringen. Sie können zum Beispiel das Taufwasser herbeibringen, die Taufkerze gestalten oder das Kind während der Taufe halten.

Doch wer kann Taufpate werden? Taufpate kann grundsätzlich jeder werden. Die Eltern entscheiden sich oft für Verwandte oder jemand aus dem engsten Freundeskreis. Wichtig ist, dass in der katholischen Kirche, die Paten ebenfalls katholisch sind. Bei den Protestanten ist es von Landeskirche zu Landeskirche unterschiedlich: Einige akzeptieren auch Paten anderer Konfessionen, solange sie einer Kirche der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) angehören.

Die Taufkerze wird nach der Taufzeremonie überreicht.
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Ablauf der Taufe

Die Taufzeremonie besteht im Wesentlichen aus drei Elementen:

  • Die Segnung des Täuflings

Die Eltern und die Taufpaten treten mit dem Kind zum Altar, um es mit dem Segenszeichen des Kreuzes vom Pfarrer segnen zulassen. Danach werden die Eltern und auch die Taufpaten gefragt, ob sie für die christliche Erziehung des Kindes Verantwortung tragen wollen. Die Antwort darauf lautet: Ja, mit Gottes Hilfe.

  • Die Taufe

Je nach Kirchentradition wird der Täufling im Wasser des Taufbeckens untergetaucht oder mit etwas Wasser über den Kopf beträufelt.

  • Die Elternsegnung mit Übergabe von Taufkerze & Taufurkunde

Nach der Taufe werden auch die Eltern gesegnet. Diese knien vor dem Altar nieder und erhalten nach der Segnung die Taufurkunde mit Taufkerze.

Nach Vollendung der Taufzeremonie ist es Zeit zum Feiern. Der Täufling erhält Taufgeschenke und anschließend wird ein gemeinsames Foto geschossen, dass an dieses schöne Ereignis erinnern soll.

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